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Monat März 2020 - Kirchbauna


Für den Monat März werden Fotomotive aus Kirchbauna vorgestellt.

Links oben: Blick vom Dorfplatz zur Wehrkirche.Darunter: Foto über die Hausdächer von Kirchbauna Richtung VW-Werk.Rechts oben: Luftaufnahme des Stadtteils Kirchbauna mit dem Gewerbegebiet das "Linn" und VW-Werkhallen sowie im Hintergrund Häuser von Altenbauna mit dem Bauns-berg.

Wie alle Stadtteile Baunatals blickt Kirchbauna auf eine jahrhundertealte Entwicklung zu-rück. Als selbstständiger Ort wird Kirchbauna 1123 in einer Schenkungsurkunde des Erz-bischofs Adalbert von Mainz an das Kloster Hasungen erstmals erwähnt.Als Wahrzeichen Kirchbaunas gilt die 1773 nach den Plänen des Landesbaumeisters Moeller erbaute Wehrkirche. Dafür musste die alte baufällige Kirche Kapelle abgerissen wer-den. Nur die historische Wehrmauer blieb erhalten. Das Nordtor der Kirchenmauer mit dem trutzigen Spitzbogenportal ist heute der Zugang für die Besucher. Das nach Westen gelegene rückseitige Tor, das Hertingshäuser Tor, mag dem Auftrieb des Viehs hinter die Wehrmauer in Kriegszeiten und zum Hineinfahren der Toten zur Beerdigung auf dem Kirchhof gedient haben. Neben diesem Toreingang stehen zwei alte, verwitterte "Sühne-kreuze", deren Herkunft und Bedeutung nicht genau bekannt sind.

Die Hauptstraße, die durch den alten Ortskern führt, erhielt den Namen "Hermann-Schafft-Straße". Benannt nach dem Theologie Professor Hermann Schafft (1883-1959), der 1942 die Pfarrstelle des Kirchspiels Kirchbauna übernahm. 1934 wurde er als Professor zwangspensioniert, u. a. weil er sich für religiöse Sozialisten einsetzte.

Die amerikani-sche Besatzungsmacht berief ihn 1945 als Regierungsdirektor für den Aufbau des Schulwesens im Regierungsbezirk Kassel. Seine Tätigkeit als Pfarrer behielt er bis 1951 bei. Im Rahmen des Programms "Soziale Aufrüstung des Dorfes" errichtete Kirchbauna als erste Gemeinde im Landkreis Kassel 1953 ein Dorfgemeinschaftshaus.
Es wird heute noch von Vereinen und Verbänden sowie für Familienfeiern genutzt.

Nach der Ansiedlung des VW-Werkes ab 1958 wirkte sich die schnelle und tiefgreifende Umstrukturierung der Region auch auf das kleine Dorf Kirchbauna aus (1956 = 855 Ein-wohner, 2019 = 1.340 Einwohner). Wie auf dem Luftbild des Kalenderblattes zu erkennenist, hat sich das Gelände des VW-Werkes auch jenseits der A 49 weit in die Gemarkung von Kirchbauna ausgedehnt.
(Text von Karin Meinken)

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